Unternehmen und Gemeinden in ganz Österreich stehen oft vor der Herausforderung, in Photovoltaik-Anlagen zu investieren, ohne große Summen vorfinanzieren zu können. Gleichzeitig gibt es Solarteure und Generalunternehmer, die Projekte umsetzen möchten, aber aufgrund hoher Anfangskosten beim Kunden Absagen erhalten. Power Purchase Agreements (PPAs) bieten hier einen Ausweg. In diesem Artikel erklären wir verständlich, was PPAs sind, wie sie funktionieren und welche Vorteile sie sowohl für Stromabnehmer als auch für Umsetzungspartner bringen.
Ein Power Purchase Agreement, kurz PPA, ist im Grunde ein langfristiger Stromliefervertrag zwischen zwei Parteien – meist einem Stromerzeuger (z.B. Betreiber einer PV-Anlage) und einem Stromabnehmer (z.B. einem Unternehmen als Endkunden)next-kraftwerke.atgetec-energie.de. Der Stromproduzent verpflichtet sich, über einen definierten Zeitraum eine bestimmte Menge Strom zu liefern, und der Abnehmer verpflichtet sich, diesen Strom abzunehmen und zu bezahlen. PPAs werden oft speziell im Bereich Erneuerbare Energien eingesetzt, um grünen Strom direkt vom Erzeuger zum Verbraucher zu bringen. Für Photovoltaik bedeutet dies: Eine PV-Anlage produziert Solarstrom, und per PPA wird dieser Strom vom Kunden bezogen, ohne dass der Kunde die Anlage kaufen oder selbst betreiben muss.
In der Praxis spricht man bei PV-Anlagen in diesem Kontext auch von PV-Contracting oder einem Solar-Pachtmodell. Der Kunde bekommt Solarstrom vom eigenen Dach, ohne eigene Investitionskosten tragen zu müssen. Der Begriff Contracting oder Pacht wird im Deutschen oft synonym verwendet – beim PPA-Modell zahlt der Kunde letztlich für den gelieferten Solarstrom, anstatt für die Anlage selbst. Man kann sich ein PPA also als eine Art Mietmodell für die Photovoltaik-Anlage vorstellencollective-energy.at, kombiniert mit einem Stromliefervertrag: Der Anbieter stellt die Anlage bereit und der Kunde zahlt für den Strom, den diese Anlage liefert.
Beispiel: Solaranlage auf dem Dach eines Betriebsgebäudes. Im Rahmen eines PPA übernimmt ein Drittinvestor die Anlage und verkauft den erzeugten Solarstrom an den Gebäudeeigentümer.
Das PPA-Modell für Photovoltaik lässt sich in einfachen Schritten erklären:
Ein konkretes Beispiel: Ein Industriebetrieb verfügt über eine große Hallendachfläche und möchte seine Stromkosten senken, aber keine eigenen Mittel für eine PV-Anlage aufbringen. Über ein On-Site PPA schließt er einen Vertrag mit einem Projektentwickler ab, der die PV-Anlage auf dem Dach errichtet, finanziert und betreibt. Der erzeugte Solarstrom wird vom Unternehmen abgenommen, das dafür einen langfristig fixierten Tarif zahlt. Der Betrieb erhält dadurch grünen Strom vor Ort, ohne Investition und mit Planungssicherheit bei den Strompreisen, während der Projektentwickler seine Investition über die Stromerlöse zurückverdient. Genau dieses Modell bieten wir von 5 Cent Energy unseren Kunden an.
Ein PPA-Modell für Photovoltaik bietet zahlreiche Vorteile für den Kunden, seien es private Unternehmen (vom KMU bis zum Industriebetrieb) oder öffentliche Einrichtungen wie Gemeinden:
Zusammengefasst verschafft ein PPA dem Kunden sofortige Vorteile ohne finanzielle Hürde: Er spart Stromkosten, hat Planungssicherheit und tut etwas für die Umwelt – ohne Investitionsrisiko.
Nicht nur Endkunden profitieren – auch Solarteure, Installationsbetriebe und Generalunternehmer im PV-Bereich können PPAs gezielt für ihr Geschäft nutzen. Gerade im aktuellen Markt, in dem viele Projekte an der Finanzierungshürde scheitern, ermöglicht das PPA-Modell neue Geschäftsabschlüsse:
Kurz gesagt: PPAs schaffen eine Win-Win-Win-Situation – der Endkunde bekommt grünen Strom ohne Investition, der Finanzierer erhält eine Rendite aus dem Stromverkauf, und der Solarteur erhält den Auftrag und künftige Kundenloyalität. In einem schwierigen Finanzierungsumfeld bieten PPAs einen Hoffnungsschimmer und neue Motivation für die Solarbranche.
In Österreich sind PPAs noch relativ neu, gewinnen aber rasch an Bedeutungoekostrom.at. Bisher wurden erneuerbare Anlagen hierzulande oft über Förderungen (z.B. Einspeisetarife nach dem Ökostromgesetz bzw. seit 2021 dem EAG) finanziert. Doch die Förderungen sind begrenzt – die staatliche Förderung läuft typischerweise nach 13 Jahren aus, sodass Betreiber nach Alternativen suchen. Gleichzeitig ist der Druck hoch, die Ausbauziele für erneuerbare Energie zu erreichen. PPAs gelten als marktorientiertes Tool, um den Ausbau voranzubringen, wenn Fördergelder alleine nicht reichen.
Ein Blick nach Europa und in die Zukunft zeigt, wohin die Reise geht: Laut einer Studie der Firma Enervis waren um 2020 erst ca. 1 % der grünen Kraftwerksleistung in Europa über PPAs finanziert. Doch bis Anfang der 2030er Jahre könnte der Zubau an erneuerbaren Anlagen fast komplett über PPAs abgewickelt werden – sie würden sich damit zum Hauptfinanzierungsinstrument entwickeln. Diese Prognose unterstreicht, dass PPAs kein Nischenmodell bleiben, sondern zum Standard für die Finanzierung von Solar- und Windparks werden könnten.
Auch auf politischer Ebene gibt es Rückenwind: Die EU erneuerbaren-Richtlinie empfiehlt den Mitgliedsstaaten ausdrücklich, administrative Hürden für PPAs abzubauen und solche Verträge zu erleichtern. Das heißt, in Zukunft dürfte es einfacher werden, PPAs abzuschließen, und rechtliche Rahmenbedingungen werden klarer definiert sein. Für österreichische Unternehmen und Gemeinden eröffnen sich dadurch neue Chancen, eigenständig Grünstromprojekte umzusetzen, ohne auf Förderungen warten zu müssen.
Aktuell fehlt es in Österreich teils noch an Bekanntheit und Anreizen auf Abnehmerseite, wie Experten feststellen. Manche Unternehmen zögern, sich langfristig zu binden. Doch die Erfahrungen der letzten Jahre – insbesondere die starken Preisschwankungen am Energiemarkt – zeigen den Wert von preislich abgesichertem Solarstrom. Immer mehr große Industriekonzerne weltweit setzen bereits PPAs ein, um sich grüne Energie zu sichern und ihre Klimaziele zu erreichen. Dieser Trend wird sich auch hierzulande fortsetzen, zumal die Energiekosten ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sind und PV-Strom mittlerweile zu sehr niedrigen Preisen produziert werden kann.
Für Gemeinden kann das PPA-Modell ebenfalls attraktiv sein, um kommunale Dächer oder Flächen für die Solarstromerzeugung zu nutzen, ohne das Gemeindebudget zu belasten. Bürgerbeteiligungsmodelle (Stichwort Energiegemeinschaften) lassen sich sogar mit PPAs kombinieren, um lokal erzeugten Strom gemeinsam zu nutzen.
Ein Power Purchase Agreement ist mehr als nur ein Vertrag – es ist ein Instrument der Zusammenarbeit. Es ermöglicht Kunden in Österreich, sofort auf Solarenergie umzusteigen, ohne finanzielle Hürden, und gibt Solarteuren die Möglichkeit, mehr Projekte zu realisieren. In einer Zeit, in der die Herausforderungen am Energiemarkt und die Klimakrise gleichermaßen Druck ausüben, bieten PPAs einen Lichtblick: Sie verbinden wirtschaftliche Vernunft mit ökologischer Verantwortung.
5 Cent Energy hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese Win-Win-Situation zu schaffen. Wir finanzieren Photovoltaik-Anlagen (ab ca. 50.000 € Investitionsvolumen) und übernehmen Betrieb sowie Wartung. Unsere Kunden – ob Unternehmen oder Gemeinden – beziehen den erzeugten Solarstrom zu einem fairen Preis und leisten damit einen Beitrag zur Energiewende, ohne selbst Kapital binden zu müssen. Solarteure und Partner können sich auf uns verlassen, um ihren Kunden diese Finanzierungslösung anzubieten und gemeinsam Projekte umzusetzen, die zuvor vielleicht am Geld gescheitert wären.
Die momentane Marktlage mit hohen Kosten muss niemanden mehr abschrecken: PPAs geben Hoffnung und zeigen einen Weg, trotz allem in nachhaltige Energie zu investieren. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, jedes geeignete Dach in Österreich mit Solarmodulen zu belegen und sauberen Strom zu produzieren – für eine sonnige Zukunft, die sich für alle lohnt!